Didi Sattmann, ein freundlicher Chronist der Wiener Peripherie

Feuilleton | Vorschau: Armin Thurnher | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Das Wien Museum zeigt einen Ausschnitt aus Sattmanns fotografischen Erkundungen des Stadtrands

Schön, dass das Wien Museum wieder einmal eine Didi-Sattmann-Ausstellung macht. Dieser Fotograf verdient aus mehreren Gründen Aufmerksamkeit. Einmal ist Sattmann zum Unterschied von vielen seiner Kollegen kein Einzelunternehmer. Er war nach wenig versprechenden Anfängen - einem abgebrochenen Jusstudium, Jobs als Fensterputzer, Stahlarbeiter, Kranfahrer, Elektromonteur, Hausdiener und Gärtner sowie nach ausgedehnten Reisen - immer fix bei anderen Unternehmen engagiert. Zuerst beim legendären Extrablatt, dem Versuch eines linken Anti-Profil, dann 15 Jahre bei den Wiener Festwochen, seit 1994 ist er beim Wien Museum.

Beim Extrablatt arbeiteten Leute wie Marie-Luise Kaltenegger, Elfriede Jelinek, Manfred Deix, Franz Schuh und Peter Pilz in der Redaktion (Anfang der 1980er-Jahre ging es ein). Didi - seit damals wird Sattmann von allen Didi genannt - arbeitete dort gern mit einem Reisereporter namens


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