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Feuilleton | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Aus der Kindheit und Jugend dreier Frauen

Nach der wilden Jugend ihrer Heldin in "Export A“ widmet sich Lisa Kränzler in ihrem zweiten Roman "Nachhinein“ dem Thema Kindheit. Erzählt wird von zwei Mädchen, die für kurze Zeit beste Freundinnen sind. Dann trennen sich die Wege, haben die beiden doch gänzlich andere Startvoraussetzungen ins Leben: LottaLuisaLuzia ist Akademikertochter mit liebevollem Plattensammler-Vater und innigem Verhältnis zu ihrem Klavier; JasminCelineJustine wächst in einem Arbeiterhaushalt mit Videospielen auf und wird von ihrem Vater missbraucht. LottaLuisaLuzia will von den Nöten der "Blutsschwester“ jedoch nichts wissen und wendet sich von ihr ab. Während der Plot von "Nachhinein“ mitunter Klischees wie aus einem Fernsehfilm reproduziert, fasziniert der Sound des Romans umso mehr. Und dank dieser Sprache gelingt es Kränzler auch meist sehr überzeugend, die Perspektive eines Kindes an der Schwelle zur Pubertät mit all den damit verbundenen Verwirrungen


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