Wien ist eine Insel

Stadtleben | Reportage: Hannah Schifko | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Hochwasserschutz und Naherholungsgebiet: Vor 25 Jahren wurde die Donauinsel fertig. Dabei war die "Insel für alle“ anfangs umstritten

Man sieht noch die Spuren, die das Hochwasser in Wien hinterlassen hat: auf der Donauinsel. Gut so. Am Ufer des Entlastungsgerinnes, von Marketingmenschen "Neue Donau“ benannt, wo an schönen Sommertagen Menschen unbeschwert und oft nackt in der Sonne braten, pickt jetzt der graue Gatsch. Genauso am anderen Ufer der Insel, wo das Donauwasser aus einer weißen Sandbank einen veritablen Teich gemacht hat, in dem Enten plantschen.

Auch ein paar Schritte Richtung Norden, unweit der Reichsbrücke, finden sich Überbleibsel des Hochwassers. Dort lächelt Wiens Umweltstadträtin von einer riesigen Plakatwand und lädt anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums der Donauinsel zur "größten Insel-Grillparty des Jahres“. Auf der Höhe ihres Dekolletees wurde ein rotes Banner angebracht, auf dem das ernüchternde Wort zu lesen ist: "Abgesagt“. Statt der Geburtstagsparty


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