Seiltanzen war irgendwie einfacher

Stadtleben | Bericht: Birgit Wittstock | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Prater unser: Wie der Tanz auf dem Seil dank Slacklining in Wien zum Massensport wurde

Vielleicht wollte er es dem "Man on Wire“ gleichtun, jenem jungen Franzosen mit Namen Philippe Petit, der am 7. August 1974 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein Seil zwischen den New Yorker Twin Towers spannte, um dann ungesichert darüberzubalancieren: Christian Waldner, 34, beslacklinte kürzlich in 60 Metern Höhe den Wiener Stephansdom. Genauer gesagt vom südlichen Heiden- bis zum Glockenturm. Die Aktion brachte Slacklining wieder in aller Munde. Anders als Petit lief Waldner allerdings gesichert über das Seil.

Die moderne Form des Seiltanzes ist längst zum Breitensport geworden: Bei Schönwetter sind Wiener Praterwiesen kreuz und quer mit den Kunststoffseilen, den sogenannten Slacklines, durchzogen. Rund 2,5 Zentimeter ist eine durchschnittliche Slackline breit, und anders als beim gewöhnlichen Seiltanz ist die Slackline dehnbar, das heißt, dass sie nicht, wie beim Seiltanz eine straffe Gerade


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