Venedig sehen und essen

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Den Biennale-Link kann in der Filiale sehen, wer will. Und es gibt Cicchetti

Martin Lenikus ist eine interessante Figur mit durchaus ambivalentem Erscheinungsbild: Als Immobilienentwickler hat er den schrecklichen Ruf zielorientierter Erbarmungslosigkeit, sein vor einigen Jahren mit enormer Investition aus dem Boden gestampftes Wiener-Wein-Projekt gab anfangs Rätsel auf, als Besitzer der neuen Boutique-Hotels Topazz und Lamée in der City kommt noch eine schillernde Komponente dazu, seine Kunstsammlung ist relevant. Er predigt Nachhaltigkeit, spendet, sponsert, hilft Ute Bock.

Und der Immobilienmann besitzt das prachtvolle Oppenheimer’sche Haus "Zur Brieftaube“ am Bauernmarkt; eines der schönsten Häuser Wiens, in dem er während der nun schon seit einigen Jahren dauernden Renovierungsphase temporären Gastronomieprojekten Raum gibt. Im Dezember 2011 etwa dem "Wiener Forum zur Imbisskultur“ der Künstlergruppe AO& und jetzt der "Filiale“.

"Filiale“ deshalb, weil in dem wunderschönen


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