Film Neu im Kino

Die Hoffnung trägt stahlgrau: "Man of Steel"

Lexikon | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Robin Hood war zuletzt dran, jetzt tauscht auch Superman alles spielerische Charisma gegen heiligen Ernst und "realistische" Erklärungswut ein. "Man of Steel" fängt mit dem Popmythos nochmal von vorne an, bei Supermans Geburt auf dem Planeten Krypton und der Zeit vor seinem Comingout auf Erden. Das Drehbuch nach einer Idee von Batman-Mastermind Christopher Nolan enthält neben allerhand geschäftiger Erzählbuchhalterei (endlich: Einblicke in die Innenpolitik von Krypton!) eine schlüssige Kernidee: Wieso sollten der außerirdische Übermensch und die Menschheit einander über den Weg trauen? Viel mehr als kräftig aufgetragene Jesus-Ikonografie vor stahlgrauem Hintergrund weiß man damit aber nicht anzufangen. In Schwung kommt die schwere Inszenierungspranke von Zack "300" Snyder vor allem während einer schönen Actionsequenz in Smallville. JS

Ab Fr in den Kinos (OF-IMAX-3D im Apollo)


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