Theater Kritik

Die Geschichte der EU als atemlose Performance

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Vieles klingt spannender als das: ein Theaterstück über die EU mit einem Expertengespräch im Anschluss. Umso beeindruckender, wie unterhaltsam und clever Bärbel Strehlaus politisch-poetisches Dokumentartheater "Goodbye Europe! oder Wie ich den Mauerfall verpennte" ist. Drei Schauspieler und eine großartige Heiner-Müller-Puppe stellen sich den Themen DDR, Mauerfall, EU und Krise. Zwischendurch wird getanzt, Rio Reisers "Der Traum ist aus" gesungen, die ARD-"Tagesschau" geschaut, und Christa Wolf kommt auf Besuch. Die atemlose Theatercollage wirft mit großer Leichtigkeit kluge Fragen auf und verliert auch im Expertengespräch zum Schluss nicht ihren Witz. Die nächsten Gäste: Paul Lendvai (Mi) und Maria Vassilakou (Do).

Palais Kabelwerk, Mi, Do 20.00 (bis 29.6.)


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