Meinesgleichen Obacht, Leserbrief: Christian Rainer untergreift mich

THURNHER | Dr. Christian Rainer | aus FALTER 25/13 vom 19.06.2013

Etwas spät erreichte uns dieser Leserbrief, er wird deshalb hier abgedruckt: "Mit Erstaunen hat die Profil-Redaktion Armin Thurnhers Verteidigungstext für Alfred Gusenbauer und seine Schelte des investigativen Journalismus unter besonderer Berücksichtigung von Profil zur Kenntnis genommen. Denn Thurnhers bemerkenswerte Meinung, Medien sollten nicht über die Ermittlungen der österreichischen Justiz gegen Alfred Gusenbauer und Gabriel Lansky berichten, wird von einem der beiden Betroffenen offensichtlich nicht geteilt: Gabriel Lansky schrieb in einem von Profil abgedruckten Leserbrief an Michael Nikbakhsh, Autor der inkriminierten Profil-Geschichte, schlicht: ,Danke für den fairen Artikel.' Freilich halten wir es für möglich, dass Thurnhers Argumentation nur für den Altkanzler gilt und sich deren tiefere Bedeutung erst nach Lektüre von "Die Wege entstehen im Gehen", eines gemeinsam von Thurnher und Gusenbauer verfassten Buches, erschließt."

Der Herausgeber des Profil irrt mehrfach. Gabriel Lansky hielt den Artikel für fair, findet die Art der Skandalisierung einer bloßen Vernaderung durch Profil aber für "empörend". Investigativ reicht nicht, man muss schon unterscheiden können, was etwas wiegt. Profil wollte skandalisieren und untergreifen. Schon greift es unter mich: Was erschließt sich denn, Herr Rainer, aus der Lektüre dieses weder von Ihnen gelesenen noch von mir gemeinsam mit Gusenbauer verfassten Buches?

Anmerkungen:

Das Telefongespräch mit Gabriel Lansky fand am 18.6. statt

Das Buch "Die Wege entstehen im Gehen" (Czernin Verlag) wurde vom Autor gemeinsam mit Katharina Krawagna-Pfeifer verfasst


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