Glosse mit Flosse

Hans Hass erforschte die Meere, tanzte mit Haien und hat viel erfunden

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Auch beim Tod sollte man genau bleiben. Als der Meeresforscher Hans Hass vergangene Woche im schönen Alter von 94 Jahren verstarb, widmeten ihm fast alle Zeitungen große Nachrufe. Zu Recht: Der Mann hat als Erster unsere mediale Aufmerksamkeit auf die Welt unter dem Meeresspiegel gelenkt. Und ein fescher Teufel war er obendrein, von seiner Lotte (61 Jahre Ehe!) ganz zu schweigen. Hass hat auch allerhand Gerät erfunden, das den Erforschern der Meere nützlich wurde. Zum Beispiel ein Gehäuse für Unterwasserkameras oder ein Schwimmtauchgerät. Anders als sein Weggefährte Irenäus Eibl-Eibesfeldt in der Krone behauptet, hat Hass allerdings nicht die Schwimmflossen erfunden. Das gelang dem Franzosen Louis de Corlieu 1933. Dennoch erhebt diese Glosse ein letztes Mal vor Hass die Flosse.


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