Doping für die Baustelle

Politik | Bericht: Ruth Eisenreich, Joseph Gepp | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Nach der Alpine-Pleite will der Staat die Bauwirtschaft ankurbeln. Aber bringt das etwas?

Zweieinhalb Milliarden Euro Schulden, 6800 gefährdete Jobs, 1400 betroffene Zulieferfirmen: Die Insolvenz des Baukonzerns Alpine vergangene Woche war die größte Firmenpleite der Zweiten Republik.

Zu retten ist die Alpine wohl nicht mehr. Die Barmittel des Konzerns belaufen sich laut Masseverwalter nur auf knapp sechs Millionen Euro - wenig bei einem Tagesbedarf von drei Millionen. Der Mutterkonzern der Alpine, das spanische Firmenkonglomerat FCC, will die Alpine nicht stützen, auch der Versuch einer Übernahme durch andere österreichische Bauunternehmen ist gescheitert. Am Montag beantragte der Masseverwalter die Schließung des Konzerns.

Politiker und Bauwirtschaft verhandeln nun hektisch über Übergangslösungen, Rettungspakete und die Weiterführung von Baustellen. Denn die Alpine-Pleite könnte, so fürchten die Verhandler, auch eine Art Dominoeffekt am Bausektor auslösen. Von rund 1400 heimischen


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