Warum AKH-Ärzte darum kämpfen, 60 Stunden pro Woche arbeiten zu dürfen

Politik | Bericht: Ruth Eisenreich | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Es ist ein Arbeitskampf der ungewöhnlichen Art: Auf der einen Seite ein Arbeitgeber, der die Dienstzeiten seiner Mitarbeiter verkürzen will, auf der anderen ein Betriebsrat, der kürzere Dienste auf keinen Fall akzeptieren will. Gestritten wird um die Überstunden der Ärzte am Wiener Allgemeinen Krankenhaus.

Ende Juni läuft dort eine Betriebsvereinbarung aus, die die verlängerten Dienste der Ärzte regelt: Laut Gesetz dürften sie höchstens 13 Stunden pro Tag und 48 Stunden pro Woche arbeiten, in einzelnen Wochen bis zu 60 Stunden. Die Betriebsvereinbarung erlaubt, dass Ärzte bis zu 49 Stunden am Stück im AKH verbringen (siehe Falter 8/12). Das ist anstrengend, aber für das Gehalt der Ärzte wichtig: Etwa 3000 Euro brutto verdient ein junger Arzt am AKH - pro Journaldienst, wie die Nachtschichten intern heißen, gibt es mehrere hundert Euro extra.

Nun wankt dieses System. Denn der Betriebsrat und Wolfgang Schütz, Rektor der Medizinischen Universität, bei der die AKH-Ärzte angestellt


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