"Der roten Ministerin gönn en wir diesen Erfolg nicht“

Politik | Moderation: Barbara Tóth | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Er ist einer der spannendsten Vordenker der Linken, sie kämpft für eine Schulreform. Der Soziologe Colin Crouch und Bildungsministerin Claudia Schmied erzählen, was sie voneinander lernen

Claudia Schmied sagt "Colin“, und Colin Crouch sagt "Claudia“. Die österreichische Bildungsministerin und der britische Soziologe, der mit seiner Beschreibung der "Postdemokratie“ weltberühmt wurde, kennen und schätzen einander seit mehreren Jahren. Für den Falter kommen sie zu einem Gedankenaustausch über Crouchs neues Buch zusammen.

Falter: Was können eine Ministerin und ein Soziologe voneinander lernen?

Claudia Schmied: Viel. Ist es nicht interessant, dass derzeit viel mehr Impulse für Politiker von Soziologen als von Ökonomen kommen? Soziologen haben heute den erzählenden, beschreibenden, gesamthaften Anspruch, den früher Nationalökonomen wie ein Joseph Schumpeter oder ein Friedrich Hayek hatten. Ökonomen sind auf Mikroebenen unterwegs, viel zu finanzmathematisch und formelmäßig.


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