Jesus kreischt superstark

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

US-Hip-Hop-Superstar Kanye West verstört auf seinem furiosen neuen Album "Yeezus“ mit harschen Elektro-Klängen

Ein brutaler, verzerrter Sound, unterlegt mit übersteuerten Elektro-Beats, plärrt aus den Boxen. Diese Musik könnte von einer Industrial-Band kommen oder aus einem Computerspielsoundtrack. Tatsächlich handelt es sich um den Auftakt zu "Yeezus“, dem bislang krassesten Statement von Kanye West.

"How much do I not give a fuck?“, rappt der ehrgeizigste Mann im US-Hip-Hop - und lässt einen Kirchenchor antworten: "He’ll give us what we need / It may not be what we want.“ Sich nichts scheißen, Erwartungshaltungen brechen: Das hat der Chicagoer Rapper, Produzent und Unternehmer mit Fashion-Faible bereits 2008 mit dem Album "808s & Heartbreak“ geschafft, auf dem er als waidwunder R&B-Sänger dilettierte.

"Yeezus“ ist die noch weit radikalere Platte. In zehn Songs - einige davon von Daft Punk produziert, wenngleich völlig konträr zu ihrem aktuellen Erfolgsalbum "Random


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