"Ich stehe einfach auf sehr viel Bass!“

Feuilleton | Porträt: Katharina Seidler | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Die tschechisch-britische Musikerin Emika balanciert auch auf ihrem zweiten Album gekonnt zwischen Elektronik und Klassik

Ein Knacken, ein Flüstern, eine Cellomelodie, dann hebt eine Sopranstimme auf Tschechisch an: "Wenn ich genug Glück habe und hier bleibe, was wird dann aus dem, was wir einmal waren? Ich, die versteckte Zigeunerin in einer schon verlorenen Welt.“

Wer den Beginn von Emikas neuem Album "DVA“ hört, könnte meinen, sich auf eine existenzialistische Klassikplatte einzulassen. Doch schon mit "Young Minds“ begibt sich die als Ema Jolly geborene tschechisch-britische Musikerin anschließend wieder in vertrautere Gefilde. Die Streicherarrangements treten nur noch als kurze Samples im Hintergrund auf, und nach einem eingängigen Fanfarenmotiv setzt ein tiefer, wummernder Bass ein, der den Track im Dancefloor eines Clubs verankert. Doch da ist auch noch Emikas Gesang, der "Young Minds“ zu einem dunklen Popsong macht, der weit über den Club hinaus funkelt.

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