Nüchtern betrachtet 

Wir zuckten glücklich im eigenen Schweiß

Feuilleton | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Am vergangenen Samstag hat mein insgesamt doch sehr überschaubares und beschauliches Sozial- und Ausgehleben, dessen grafische Darstellung man sich in etwa wie das EKG eines Ausdauersportarten betreibenden Murmeltiers während des Winterschlafs vorzustellen hat, einen arg aufwärts amplitudinierenden Zacken getan. Weil ich gleich zweifach eingeladen worden war, musste ich sogar das Konzert von Trio Lepschi sausen lassen (weswegen ich allen meinen Einladern und Einladerinnen deren jüngstes Album "Warz und Schweiß“ geschenkt habe).

Menschen, die mich einladen, haben im Großen und Ganzen die Gewähr, dass ein leidlich verträglicher und anständig gekleideter Mann auftaucht, der, obwohl in besten Jahren, noch immer für ansprechende Leistungen auf dem Sektor des freiwilligen und unfreiwilligen Humors gut ist. Den Trottelauftritt des zu spät Gekommenen, der dann aber praktisch gleich auf der Bühne steht, wo gerade Aufführungen zu Ehren des Jubilars stattfinden, habe ich auch tadellos


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