Bauschige Blütenbälle

Stadtleben | Gartengeschichte: Julia Kospach | aus FALTER 26/13 vom 26.06.2013

Pummelige Barockfigur unter den Blühern: ein Lob der Hortensie

Wenn es nicht stimmt, so ist es wenigstens eine schöne Geschichte, die der Hortensie ihren Namen beschert haben soll. Für Europa entdeckt hat sie der französische Botaniker Philipert Commerson im 18. Jahrhundert in China, wo sie bereits als Gartenpflanze kultiviert wurde. Auf dem Weg nach Ostasien wurde Commerson von einem Assistenten begleitet.

Als dieser unterwegs Gefahr lief, vom Häuptling einer Südseeinsel entführt zu werden, wurde er nicht nur gerettet, sondern es stellte sich auch heraus, dass es sich nicht um einen Assistenten, sondern um eine Assistentin mit dem schönen Vornamen Hortense handelte. Zu Ehren dieser offenbar äußerst wandlungsfähigen jungen Frau erhielt die Hortensie ihren Namen.

Der Name passt, denn wandlungsfähig ist die Hortensie auch. Kaum hatte sie auf europäischem Boden Wurzeln geschlagen, erfreute sie sich schon größter Beliebtheit - als Gartenstrauch, als Kübelpflanze und sogar in Balkonkästen


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