Vor 20 Jahren im Falter  

Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Oh, History!

Nah am Zeitgeist zu sein, zahlt sich, historisch gesehen, nicht immer aus. Die Schlagzeile "Haschisch bedroht Heurigen“ samt Unterzeile kann man nicht einmal dann ganz ernst nehmen, wenn man berücksichtigt, dass damals der Weinskandal noch nicht allzu lange zurück lag.

Fast ebenso utopisch schien damals wohl die Frage der Entschädigung für NS-Opfer, die Bundeskanzler Franz Vranitzky in Israel ansprach, wo er seine berühmte Rede hielt, in der er sich nach seiner Wiener Parlamentsrede von 1991 nochmals zu den "dunklen Seiten der österreichischen Geschichte“ bekannte. Auf Entschädigung mussten die Opfer dann doch noch warten - lumpige 18 Jahre.

Im Falter tobte auch eine Debatte zur Wohnungspolitik, in die ein aus heutiger Sicht ebenfalls interessanter Akteur eingriff. Gemeinsam mit dem Arbeiterkammerreferenten Franz Köppl antwortete er scharf auf Vorschläge von Caspar Einem und Jörg Wippel, die in einem freieren Wohnungsmarkt auch Chancen für Einkommensschwächere


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