Kolumne 

Die letzten Atemzüge des Kaisers von Afrika

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Nelson Mandela wird weltweit verehrt, in ganz Afrika geliebt, in seiner südafrikanischen Heimat sogar vergöttert. Ob in den Slums von Rio oder bei den Herren des großen Geldes in der Wall Street, im fernen Asien, in Europa oder in den Diamantenminen des eigenen Landes: Das langsame Sterben des 94-Jährigen bewegt Menschen aller Volksgruppen und Klassen.

Der Freiheitskämpfer ist das einzige unumstrittene politische Idol der globalisierten Welt. Eine erfreuliche Tatsache, denn Mandela steht sowohl für unbeugsamen Widerstand gegen extreme Ungerechtigkeit als auch für die seltene Großzügigkeit von Siegern nach der erfolgreichen Revolution.

Das Apartheidregime unterschied sich von anderen Diktaturen durch die rassistische Theorie von der Überlegenheit der weißen Minderheit gegenüber der schwarzen Mehrheit. Die zuerst friedliche und dann bewaffnete Auflehnung der Schwarzen gegen den Pariastatus im eigenen Land war die legitimste Rebellion ihrer Zeit. In den unendlich langen 27 Jahren


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