Die verlorene Ehre des Sebastian Hoffmann

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Wie eine gedankenlose Justiz einen unschuldigen Koch in dessen Dorf als Rechtsextremisten präsentierte

Ohne dass Johannes Hoffmann etwas Böses getan hätte, erhielt er am 9. April einen Anruf von der Polizei. "Sie wissen ja Bescheid“, sagte ihm ein Inspektor. Hoffmann hatte keine Ahnung.

Heute, drei Monate später, weiß nicht nur er, warum die Polizei ihn sprechen wollte, sondern auch ein großer Teil der 3000 Einwohner der Gemeinde Grein in Oberösterreich. Und viele der Greiner halten Hoffmann nun für einen Neonazi.

"Unschuldig in eine Strafsache verwickelt, als Täter abgestempelt: Wie leicht das geht, zeigt der Fall Sebastian Hoffmann“, schrieb dazu die Bezirksrundschau Perg, die den Fall als erstes Medium aufgriff.

"Nach Kinderschänder ist Neonazi das Schlimmste, was man über jemanden sagen kann“, sagt Hoffmann. In einem Ort, in dem sich Tratsch schneller verbreite als jede Zeitungsnachricht, sei solch ein Gerücht ein soziales Todesurteil.

Als Hoffmann am 9. April dieses Jahres


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