Die belauschten Freunde

Politik | Analyse: Ingrid Brodnig | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Das Wichtigste zur Abhöraffäre Prism und was die europäische Politik nun tun könnte

Es ist wohl das umfassendste Überwachungsprogramm, das ein demokratischer Staat seit der Erfindung des Internets gestartet hat. Gerade wurden weitere Details zur Abhöraffäre Prism bekannt. Laut Berichten des Spiegel und des Guardian ist auch Europa im Visier der US-Überwacher. Nicht nur die private Kommunikation der Bürger werde demnach in großem Stil überwacht, sondern auch die EU-Vertreter werden angeblich von ihren Verbündeten belauscht. Ein Einblick in die Spionage 2.0.

Was ist so schlimm an den neuen Vorwürfen?

Sie zeigen das Ausmaß der Überwachung. Allein in Deutschland soll demnach der US-Geheimdienst NSA Monat für Monat rund eine halbe Milliarde Telefonate, Mails und SMS aufgezeichnet haben. Gespeichert wurde dabei angeblich nicht der Inhalt, sondern die Verbindungsdaten, also die Information, wer wann mit wem in Kontakt stand. Das ist bemerkenswert, dient Prism doch angeblich zur Terrorabwehr.


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