Der Tod kam mit einer Ceska 83

Politik | Rezension: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Semiya Simsek hat ein berührendes Buch über ihren Vater geschrieben, der mutmaßlich von der Nazi-Terrororganisation NSU ermordet wurde

Sie führen ein ganz normales Leben in einer deutschen Kleinstadt. Die Eltern sind aus der Türkei ausgewandert, um sich den Traum vom besseren Leben zu verwirklichen. Eingebettet in die türkische Gemeinde unterscheiden sich die Simseks nur wenig von ihren deutschen Nachbarn. Die Mutter ist religiös, trägt aber kein Kopftuch, Vater und Mutter arbeiten zusammen in Geschäft und Haushalt.

Die Kinder sprechen perfekt Deutsch. Dem Sozialstaat auf der Tasche zu liegen, kann man ihnen nicht vorwerfen. Der Vater, Enver Simsek, beginnt als Fließbandarbeiter, bis er den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und in wenigen Jahren den Aufstieg zum Großhändler mit zahlreichen Mitarbeitern bewältigt.

Nach Jahren der Verausgabung hat er schon alles in die Wege geleitet, um Zeit für seine Familie zu haben. Ab 40, hatte er immer gesagt, wolle er endlich anfangen


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