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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Wow, auch Onlinespiele können richtig gesellschaftskritisch sein. Das beste Beispiel ist "Data Dealer“. In diesem Game wird man selbst zum Datenhändler. Ziel ist es, die privaten Informationen möglichst vieler Menschen zu ergattern und daraus Profit zu schlagen. Zum Beispiel gründet man das Onlineportal "Tracebook“ (das stark an Facebook erinnert) oder besticht Hacker, die Kreditkartennummern klauen. Die verhökert man dann an den Bestbieter, etwa an Regierungsbehörden. Wie im richtigen Leben also.

Wer sich für Überwachungsprogramme wie Prism interessiert, wird dieses Spiel lieben. "Data Dealer“ ist sogar eine österreichische Erfindung. Die Wiener Entwickler bitten um Spenden, um ihr Spiel fertigstellen zu können, siehe datadealer.com. Ich unterstütze dieses Projekt, denn es verschafft einen Einblick in die Welt der Datenkraken. Und außerdem ist es toll, einmal den Bösewicht zu spielen. Ich gestehe: Datenklauen macht irre Spaß!


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