Nationalratswahl 2013

Austria’s Next Bundeskanzler

Medien | Rundschau: Barbara Tóth | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Der Wahlkampf wird im Fernsehen entschieden. Das muss nicht immer langweilig sein

Frank Stronach hätte kein Problem damit gehabt, einen seiner Nationalratsabgeordneten per Casting-Show im Fernsehen auszuwählen. "The Candidate“ hätte das Format heißen sollen, das Österreichs beiden Privatsendern ATV und Puls 4 angeboten worden war. Bewerbung per Videofilmchen, Vorauswahl der Kandidaten, Redewettbewerb und Stresstest im großen Finale, in dem der Sieger oder die Siegerin durch eine Jury mit Stronach als Vorsitzendem gekürt wird: Stronachs Team hatte jedes Detail überlegt. Rechtzeitig vor Listenschluss für die Nationalratswahl Mitte August hätte Österreich seinen ersten Politiker made by TV haben können. Aber es kam nicht dazu. Beide Sender sagten dem Austro-Kanadier ab. Einer Partei als Plattform für deren Kandidatensuche zur Verfügung zu stehen? Das war kurz vor der Nationalratswahl selbst Österreichs Privatsendern zu steil.

Ganz so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheinen


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