ORF ohne Dok.film: Es wär eine Schande und ist schon jetzt ein Schaden

Feuilleton | Kommentar: Michael Omasta | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Von der oft geschmähten Programmreform des ORF im Jahr 2007 ist nicht mehr allzu viel übrig. Nun droht mit "Dok.film“ auch eine der besten Ideen von Mastermind a.D. Wolfgang Lorenz dem Poker um Sparmaßnahmen und Gebührenrefundierungen zum Opfer zu fallen.

Gemessen am medialen Gedöns um das Bachmann-Wettlesen (siehe auch Kommentar auf S. 6), hält sich die öffentliche Aufregung über das kolportierte Aus für die Sonntagnachtschiene sehr in Grenzen. Für die Betroffenen ist das freilich keine Beruhigung. So hat die Interessenvertretung der österreichischen Dokumentarfilmschaffenden, die an die 180 Mitglieder zählt, unlängst auf die katastrophalen Auswirkungen einer etwaigen Streichung des bestens etablierten Sendeplatzes aufmerksam gemacht - des so ziemlich letzten in Europa, wo Dokus jenseits des gängigen 52-Minuten-Formats überhaupt noch laufen!

Nimmt man das Programm der letzten Wochen, finden sich neben einer zugekauften Dokumentation über "WikiLeaks“ heimische Produktionen


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