"Die Menschen müssen dafür sorgen, dass die Hunde gut erzogen sind“: Martin Rütter, der deutsche Hundeexperte, über das Leben mit Hund in der Großstadt

Stadtleben | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Martin Rütter, 42, gilt als der deutsche Hundeflüsterer und wurde in den 1990er-Jahren durch Fernsehsendungen wie "Eine Couch für alle Felle“, "Unterwegs mit dem Hundeversteher/Volle Kanne“, und "V.I.P. Hundeprofi“ im deutschen Privatfernsehen bekannt. Heute ist der gebürtige Duisburger erfolgreicher Buchautor und Entertainer.

Falter: Herr Rütter, in Wien leben offiziell rund 56.000 Hunde. Ist die Haltung von Hunden in Großstädten Ihrer Meinung nach überhaupt artgerecht, oder anders gefragt: Können Hunde in Städten denn glücklich werden?

Martin Rütter: Natürlich können sie das. Das Entscheidende ist ja nicht, ob ein Hund in der Stadt oder auf dem Land lebt, sondern eine angemesse Auslastung. Es reicht den meisten Hunden eben nicht, dreimal am Tag zehn Minuten monoton um den Block zu laufen, ohne dass etwas Spannendes passiert. Wenn ein Hund adäquat beschäftigt wird, ist es ihm letztlich völlig egal, ob er in einer 20 Quadratmeter großen Stadtwohnung oder in der Landhausvilla


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