Raupe 

Als wir neulich im Dunkeln tappten

Die kleine Kolumne im FALTER

Stadtleben | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Simon, 15, hat erfahren, wie sich die Welt für Blinde anfühlt

Letzte Woche habe ich mit meiner Klasse eine Exkursion zu "Dialog im Dunkeln“ gemacht. Wir bildeten Kleingruppen und jede Gruppe bekam einen blinden Führer. Es wurde immer dunkler und nach einigen Metern sah man gar nichts mehr. Im Gänsemarsch gingen wir durch eine "Stadt“ und konnten uns nur an der Stimme unseres Führers und dessen Anweisungen orientieren.

Am Anfang war ich unsicher, wo ich hingehen soll, doch wir hielten uns alle an den Schultern fest. Nach der Führung aßen wir im Dunklen und danach führten wir ein Gespräch mit einem Blinden. Unser Führer war sehr sympathisch und hat uns auch genau geschildert, wie sich ein Blinder fühlt und dass es sehr schwer für einen Sehbehinderten ist, einen Job zu finden. Die Exkursion war eine sehr spannende Erfahrung für mich, denn so wurde mir bewusst, wie es einem blinden Menschen im Alltag geht.


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