Mühle lei-lei

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

Eine uralte Mühle in Sievering wurde zum kärntnerischen Lokal

Der Ort hat etwas Spezielles, Malerisches: die sich verengende Sieveringer Straße, der alte Kamaldulenserhof, da oben der Steinbruch, da unten der kühl gurgelnde Erbsbach - tausende Male fotografiert, auf Ansichtskarten gebannt, gemalt. Nicht umsonst nennt man das Fleckerl "Malerwinkel“, hier hat sich über 250 Jahre eine fast unwirklich scheinende biedermeierliche Idylle bewahrt.

Teil des Ensembles ist eine uralte Mühle am Erbsbach, jahrelang leer gestanden und verfallen, vor fünf Jahren wurde mit der Renovierung begonnen. Ein Gastronomiebetrieb mit Galerie und Hotelzimmern solle reinkommen, meinte der damals damit beauftragte Architekt, die Anrainer ahnten anderes, "ein Puff“ und "die Russen“ waren heiße Anwärter (wobei "ein Puff“ und "die Russen“ in Döbling bei jedem Umbau vom Anrainer befürchtet werden). Jahrelang ging nichts weiter, und vor zwei Monaten übernahm also ein Kärntner das Anwesen, nämlich

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