Neu im Kino

Sommerkomödie: "Taffe Mädels" als Buddy-Cops

Lexikon | Ludmilla Dittrich | aus FALTER 27/13 vom 03.07.2013

FBI-Agentin Sarah Ashburn (Sandra Bullock) ist das, was man gemeinhin als Streberin bezeichnet. Als die übereifrige Bundesbeamtin kurz vor der Beförderung innerhalb des New Yorker Büros steht, ist ihr lediglich ihre Unbeliebtheit im Kollegenkreis im Weg. Um in einer letzten Bewährungsprobe ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen, wird sie nach Boston berufen. Dort soll sie den Kopf des hiesigen Drogenkartells dingfest machen. Als Ansprechpartnerin der örtlichen Polizei trifft sie auf Shannon Mullins (Melissa McCarthy), die als fluchende Frau fürs Grobe so ganz anders ist als sie selbst. Eines haben die beiden gemein - sie sind besserwisserische Dickköpfe. So lässt sich für die Zusammenarbeit schließlich doch eine gemeinsame Basis finden.

Zwei Menschen, die im Grunde nichts miteinander anfangen können, treffen aufeinander und müssen sich gezwungenermaßen zusammenraufen. Bei dem Film "Taffe Mädels" (Original: "The Heat") haben wir es also im Kern mit einem klassischen Buddy-Cop-Film zu tun - allerdings mit umgekehrten Geschlechtervorzeichen. In Anlehnung an Krimiserien und -filme der 1970er-Jahre wird etwa im Vorspann mit bekannten Elementen des Genres gespielt.

Regisseur Paul Feig setzt im Cast auf Sandra Bullock und Melissa McCarthy, die für ihre Nebenrolle in Feigs Kassenerfolg "Brautalarm" im letzten Jahr eine Oscar-Nominierung erhielt. Das Duo ist gut gewählt, denn der Film wird in weiten Teilen von der Dynamik der beiden Protagonistinnen getragen. Die Geschichte selbst wird konventionell durchexerziert und lässt deshalb kaum Platz für Unvorhersehbarkeiten. In letzter Konsequenz fehlt die konstante, humoristische Treffsicherheit, auch wenn der Film einige gute Momente zu bieten hat - eine passable Komödie fürs Sommerloch.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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