Kurz und klein

Politik | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Meldungen

Razzia Wiens größtes Gefängnis, die Justizanstalt Wien Josefstadt kommt nicht zur Ruhe. Nicht nur schwere Übergriffe gegen Jugendliche durch Insassen (siehe Seite 14) beschäftigen das Justizministerium, auch im Falter enthüllte Korruptionsvorwürfe gegen die Beamtenschaft werden nun - spät, aber doch - energischer geklärt. Am Montag rückte eine Spezialeinheit der Kriminalpolizei aus, um die Wachzimmer zu durchsuchen. Anlass der Razzia: eine Justizwachebeamtin sagte unter Berufung auf Insassinnen aus, dass mehrere Kollegen Drogen gegen Liebesdienste verkaufen würden. Auch der Wiener Strafverteidiger Werner Tomanek wurde belastet. Er soll Beamte für Botendienste geschmiert haben. Tomanek bestreitet die Vorwürfe. Bei ihm fand keine Hausdurchsuchung statt, da kein "dringender Tatverdacht“ gegeben sei.

Euro zahlt das Land Oberösterreich Missbrauchsopfern in Landesheimen. In Wien wurden an Geschädigte bereits 20 Millionen Euro ausbezahlt.

Grundstücksskandal um Fekter? Um günstige 15.000 Euro verkaufte 2008 der Wiener Stadterweiterungsfonds zwei Wiener Luxusimmobilien - er unterstand damals Innenministerin Maria Fekter. Käufer war der Sohn der Ex-ÖVP-Abgeordneten Edeltraud Lentsch, berichtet Profil. Lentschs Sohn wehrt sich: Er sei nur Treuhänder des Geschäftsmanns Bernhard Chwatal gewesen und habe nicht profitiert.


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