"Ein System der Demütigung“

Politik | Interview: Florian Klenk | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Irene Oberschlick vertritt jenen 14-Jährigen, der im Gefängnis vergewaltigt wurde. Sie fordert einen Stopp der U-Haft für Jugendliche und kritisiert Beatrix Karl

Die Rechtsanwältin Irene Oberschlick stellt eines klar: Ihr Mandant will in Ruhe gelassen werden. Aber das System, das in seinem Fall versagte, müsse reformiert werden. Ein Gespräch über Jugend-U-Haft, Täterrechte und Opferschutz.

Falter: Frau Oberschlick, Sie vertreten jenen 14-Jährigen, der in der Justizanstalt Josefstadt vergewaltigt wurde. Wie geht es ihm?

Irene Oberschlick: Mein Mandant will nicht an die Öffentlichkeit treten und bittet Medien um Rücksichtnahme.

Sprechen wir daher über das System. Handelt es sich um einen Einzelfall?

Oberschlick: Nein, wirklich nicht. Ich vertrete einige Opfer von sexuellen Übergriffen in Haft.

Wie der Falter recherchierte, wurde erst kürzlich in der Justizanstalt Gerasdorf ein Jugendlicher mehrfach sexuell missbraucht - wieder mit dem Besenstiel.

Oberschlick: Das kommt immer wieder


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