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Feuilleton | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Noch mehr "Strandlektüre“

Der Kontrast von Sommeridyll und verborgener Depression fungiert häufig als inhaltliches Grundgerüst von sogenannter "Strandlektüre“. So auch im Roman "Sommer in Maine“ der US-Autorin J. Courtney Sullivan, der die Schuldgefühle, die Einsamkeit und Reue von Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen einer Familie miteinander verwebt. Die Perspektiven von vier Frauen, die sich im Strandhaus treffen, werden dabei parallelgeführt. Die irischstämmige Matriarchin Alice hat ihren Kindern zwar stets glückliche Ferien beschert, fühlt sich aber seit Jahrzehnten mitschuldig am Tod ihrer Schwester und ist darob zur Alkoholikerin geworden. Das Unglück der Eltern pflanzt sich bekanntlich oft fort, und so kämpft auch die ihr entfremdete Tochter Kathleen mit inneren Dämonen. Die latente Missstimmung kulminiert, als bekannt wird, dass Alice das Strandhaus der Kirche vermachen will. Eine typisch amerikanische Familiensaga, gut erzählt, aber leider zu langatmig

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