Wrabetz kam, und Bachmann blieb

Feuilleton | Reportage: Maik Novotny | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Der 37. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb brachte Erleichterung in Klagenfurt und eine verdiente Gewinnerin

Besser hätte man sich die Dramaturgie kaum ausdenken können. Zunächst die Androhung des ORF, die Tage der deutschsprachigen Literatur vulgo Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb nicht mehr auszurichten - just zwei Wochen vor Beginn der jüngsten Ausgabe. Dazu gab’s dann vor Ort aufziehende Gewitterwolken als passendes metaphorisch-meteorologisches Bühnenbild.

Hinter den Palisaden eines gallischen Dorfs die Verteidiger des Kultur- und Bildungsauftrags und der Klagenfurter Institution; auf der anderen Seite ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Verkünder der Drohbotschaft, sekundiert von all jenen, die es schon immer gewusst hatten und nun mit triumphalem "Endlich!“ dem hochdotierten Literaturwettbewerb voreilige Grabreden hielten.

Der eigentliche Bewerb zeigte sich von dieser Rahmenhandlung völlig unbeeindruckt und lief, wie immer, kurzweilig und konzentriert ab, als wolle er zeigen, was


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