Urbanes Betragen

Stadtleben | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Benimmfibel für Großstadtmenschen (122)

Herr F. fragt, ob er einen anderen Hundebesitzer, der seinen Hund nach Sitzverweigerung auf den Hinterkopf haut, auf sein Fehlverhalten hinweisen darf.

Sie dürfen nicht nur, Sie müssen sogar; zumal die Formulierung Ihrer Frage den Rückschluss zulässt, dass Sie selbst mit einem Hund zusammenleben! Laut Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes ist es nämlich verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Klar könnte man jetzt mit dem berühmten erzieherischen Klaps kontern und behaupten, dieser würde nicht schmerzen. Wo wir bei der Definition von Schmerz wären: "Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.“ Was würde wohl der Hund dazu sagen?

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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