Essen & Trinken als Beruf: "Das gute Leben wird dann zum Hobby“

Stadtleben | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

:: Florian Holzer sitzt in einem ehemaligen Installateurgeschäft im vierten Bezirk, ein neues Restaurant. Der Strom ist ausgefallen, der Journalist isst und erzählt.

Falter: Du bildest seit 25 Jahren Wiens Gastronomie ab. Wie hat sich die verändert?

Florian Holzer: Das Thema "Essen gehen“ hat sich quer durch die Gesellschaft fundamental geändert. Essen und Trinken ist heute Freizeitbeschäftigung und Selbstdarstellung. Ende der 1980er hatte Essen keinen Stellenwert.

Da gab es die Wirte und die Chinesen …

Holzer: Essengehen war damals kein soziales Statement. Wichtig waren der Preis, die Portionen und schlecht hat einem halt nachher nicht sein sollen. Die Leute wissen heute viel mehr, reisen um die Welt und essen dort überall. Gar nicht wenigen ist nicht wurscht, was sie essen. Themen wie Einkaufen, Bio, Nachhaltigkeit sind bei den Kids Teil des Interesses. Zu meiner Zeit waren das Musik, Klamotten und die Vespa.

Was mag das Wiener Publikum?

Holzer: Asiatische Küchen kommen irrsinnig


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