Kritik

Robin Hood goes Gender: Satire zum Mitklatschen

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 28/13 vom 10.07.2013

Statt Little John und Friar Tuck heißen sie Little Jane und Sister Tuck, und Robin Hood ist in Wahrheit die verkleidete Lady Marian. Zu rockigen Gitarrensounds singen "Robin Hood und die Girl Gang vom Sherwood Forest" trashige Songs. Kämpferisch animieren sie das Publikum dazu, gegen Prinz John alias PG und Missy Sheriff zu demonstrieren, damit zum Schluss nicht der Geldadel - die Grassers und die Strassers, auf die angespielt wird - siegt. In Susanne Draxlers Inszenierung wird alles nicht so ernst genommen: In sommerlicher Heurigenatmosphäre gehen Finanzskandal, Ja-natürlich-Witze und illegaler Drogenkonsum Hand in Hand mit "Born to Be Wild" und "Always Look on the Bright Side of Life". Feelgood-Theater zum Mitklatschen.

Tschauner Bühne, Mi 19.30


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