Die neue Linke

Politik | Bericht: Robert Misik | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Wie der IWF von der neoliberalen Speerspitze zum Kritiker von Europas Sparkurs wurde

Wenn eine Institution all das verkörpert, was derzeit falsch läuft in der Krisenlösungspolitik, dann die sogenannte Troika, die angeschlagenen Staaten Sparprogramme aufoktroyiert. Diese Troika, heute unter vielen Kritikern als "Des-Troika“ bekannt, besteht aus Abgesandten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Gerade eben hat die EU-Kommission etwa die Maßnahmen der griechischen Regierung gegen "Gesundheits-Überausgaben“ ("health-care overspending“) gelobt - Maßnahmen, die die Kindersterblichkeit um 40 Prozent hochschnellen ließen ("ein Massaker“, schrieb die Süddeutsche Zeitung). Die EZB stößt regelmäßig in dasselbe Horn - Chef Mario Draghi tat kürzlich triumphierend kund, "das europäische Sozialstaatsmodell gibt es nicht mehr“. Aber der schlimmste neoliberale Finger ist der Währungsfonds IWF. Daran sind wir seit Jahrzehnten


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