"Das Graue Haus muss man abreißen“


Gespräch: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Kann man das Gefängniswesen reformieren? Der ehemalige Sektionschef Michael Neider hat es unter Bruno Kreisky schon einmal versucht. Ein Gespräch über sadistische Wärter, desinteressierte Minister, den Jugendvollzug und den Kampf um Humanismus hinter Gittern

Michael Neider, 72, war ein mächtiger Mann. Der Richter, ein deklarierter Linker, war ab 1970 die rechte Hand des roten Justizreformers Christian Broda.

Neider avancierte zum Sektionschef für den Strafvollzug und versuchte, das Gefängniswesen ein Stückchen zu modernisieren. Am Ende seiner Karriere hatte er jedoch den Unmut vieler Richter auf sich gezogen, denn er setzte unter der FPÖ die Schließung des Jugendgerichtshofs um.

Neider hat 40 Jahre Justizpolitik erlebt. Als Zeitzeuge der Kreisky/Broda-Ära weiß er, wie man auch gegen den Willen der Mehrheit reformiert.

Falter: Herr Neider, Kritiker werfen Ihnen vor, dass die Missstände in der Jugendhaft mit der Schließung des Jugendgerichts im Zusammenhang stünden.

Michael Neider:

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