Nachgesehen  

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Alles nur kein "War Room“: Die SPÖ eröffnet ihre Wahlkampfzentrale

Woran merkt man, dass Wahlkampf ist? Unter anderem daran, dass Parteien Medienvertreter zu hochrangig besetzten Terminen einladen, die eigentlich Nichttermine sind. Letzten Mittwoch etwa: Da bat die SPÖ ins Souterrain ihres Parteihauses in der Löwelstraße zur Eröffnung ihrer "Wahlkampfzentrale“.

Zu sehen gab es Werner Faymann und ein Allerweltsgroßraumbüro, das noch ganz neu roch. Hier werden demnächst 40 SPÖ-Mitarbeiter aus den Abteilungen Web, Presse, Organisation, Recherche und Dokumentation arbeiten.

Noch vor zehn Jahren hießen solche Lokale "War Rooms“, und die Menschen, die sie so bezeichneten, ließen sich großspurig "Spindoktoren“ rufen. Inzwischen werden Wahlen eher mit drögem Understatement als mit martialischer Spiellust ausgetragen. Neben der SPÖ haben nur die Grünen ihr Wahlkampfteam räumlich gebündelt, die anderen Parteien machen nicht einmal das.


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