"Wer lacht hier eigentlich?“

Feuilleton | Porträt: Erich Klein | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Der Wahlwiener Alexander Nitzberg wurde mit seinen Übersetzungen von Danniil Charms bekannt und nimmt sich nun Michail Bulgakow vor

Alexander Nitzberg ist ein Tausendsassa. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat er an die 30 Bände russischer Lyrik von Puschkin bis Jelena Schwarz übersetzt und vier Bücher mit eigenen Gedichten veröffentlicht. Auf seiner Homepage bietet er Rezitationsabende mit elisabethanischen Sonetten von Edmund Spenser oder Gedichten von Gottfried Benn an, auf Youtube erklärt er die Struktur der Texte von Danniil Charms mithilfe von Zauberkunststücken. Und schließlich und vor allem ist da noch Nitzbergs Neuübersetzung von Michail Bulgakows Roman "Meister und Margarita“, die zu Recht als "furios“ und "Jahrhundertleistung“ akklamiert wird.

Auf die Frage, welche Berufsbezeichnung er bevorzuge, antwortet Nitzberg unumwunden: "Dichter!“ Der im Vorjahr bei Suhrkamp erschienene Gedichtband "Farbenklavier“ formulierte sein Verhältnis zu Literatur und Sprache programmatisch:


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