Bankraub mit Birkenstock

Feuilleton | Analyse: Joachim Schätz | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Die Filme "The East“ und "Die Akte Grant“ sind Politkino ohne Radikalität. Ihre Vorbilder übertreffen sie nicht

Ein grüner Vorhang, dahinter ein Schemen. Der Mann heißt Jeff Jones, und er will sein Gesicht nicht zeigen, weil er polizeilich gesucht wird. "Underground“ heißt die Dokumentation, die Emile de Antonio, Mary Lampson und Haskell Wexler 1975 mit fünf Mitgliedern des linksrevolutionären Weather Underground drehten.

Aufsehen erregte vor allem das juristische Nachspiel des Drehs: Das FBI wollte das Material beschlagnahmen und die Filmemacher unter Strafandrohung verhören. Was es heißt, abzutauchen, wird in "Underground“ schon an der Bildoberfläche spürbar. Deutlich zu sehen ist nur die Filmcrew. Alles andere bleibt zum Schutz vor kriminalistischer Auswertung Rückenansicht, Bildschliere, Schattenfleck.

Die fünf Unbekannten tauchten um 1980 herum, freiwillig oder unfreiwillig, wieder an die Oberfläche. Die Idee, spurlos zu verschwinden, ist angesichts staatlich legitimierter

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