Stadtrand 

Bauchblitzer? Bald gehen sie alle nackt

Urbanismuskolumne

Stadtleben | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Christopher Wurmdobler fragt sich, wo die Socken-in-Sandalen-Debatte geblieben ist

Eigentlich wäre es eine hübsche Aufgabe für die Benimm-Redaktion, die sich schräg unterhalb von hier Fragen des urbanen Betragens widmet. Aber es fragt ja keiner, ab wie viel Grad Celsius es erlaubt ist, mit nacktem Oberkörper durch die Stadt zu spazieren. Die Antwort wäre natürlich klar: gar nicht. Weil die Stadt kein Saunaclub ist, nicht das private Badezimmer und auch kein Schwimmbad (weshalb sich wohl auch erstaunlich viele Leute nicht vorstellen können, auf dem Badeschiff am Donaukanal blankzuziehen).

Auch die in der Wiener Vorstadt immens beliebte Variante des Bauchblitzers bei Hitze ist selbstverständlich nicht erwünscht. Und das nicht nur, weil sie eher von Besitzern unschöner Bierwampen praktiziert wird als von sexy Sechserpack-Herren. Wampe raushängen lassen? Geht gar nicht. Es traut sich ja auch niemand in Unterhosen auf die ... oder doch?! Bitte, dass ist jetzt nicht wahr! Als es unlängst 30 Grad und mehr hatte, wurde in Wien ein Typ in Unterhosen gesichtet. Nämlich nicht als Kopfbedeckung zum Schutz vor der Sonne, sondern untenrum. Andererseits: immerhin.


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