Schuhbidu

Stadtleben | Porträt: Birgit Wittstock | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Die junge Designerin Stefanie Kerschbaumer macht neuerdings Schuhe

Ich hatte gerade Zeit, keinen Job und wollte sowieso immer schon mal selbst was machen“, sagt Stefanie Kerschbaumer, 29, auf die Frage, was sie hierher verschlagen hat. Hierher, das ist der Kunstkanal, ein Leopoldstädter Souterrain beim Donaukanal, in einer Gegend, in der zwischen grauen Wohnblöcken gerade ein hippes Café nach dem anderen eröffnet.

14 junge Künstler und Künstlerinnen haben sich hier eingemietet. Auf 650 teils unterirdischen Quadratmetern trifft Gebrauchs- auf angewandte Kunst. Da werkt Stefanie Kerschbaumer an Schuhen, während ihre Kollegin Kameraobjektive zerlegt, um daraus Schmuck zu basteln.

Seit vergangenen September ist Kerschbaumer Schuhmacherin. Stolz zeigt sie ihre Ausputzmaschine, einen anachronistischen Apparat, an dem sich mehrere Schleifräder und Bürsten drehen. Gekauft hat ihn ihre Mutter im Salzburger Dorf Obertrum, aus dem Kerschbaumer ursprünglich stammt. "Sie hat den Schuhmacher


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