Fußball 

Prinzen aus den Provinzen

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Johann Skocek vertritt hier den urlaubenden Kollegen Kralicek

Seit Grödig in die oberste Liga aufgestiegen ist, kommt jeder zweite Verein aus einem Provinznest: Wiener Neustadt, Admira, Wolfsberg, Ried und eben - Grödig. Logisch, dass der Zuschauerschnitt sinkt. Auch der tüchtigste Kleinhäusler lockt nicht so viele Zuschauer an wie ein Klub aus einer Großstadt.

Auch die zweite Leistungsstufe, absurderweise "Erste Liga“ genannt, strotzt vor Provinzprinzen: Hartberg, Parndorf, Horn, Mattersburg, Kapfenberg, Altach, Lustenau. Offenbar arbeiten fernab der Metropolen Menschen, die dank ihres wirtschaftlichen Erfolges die nötige Marie und den nötigen Ehrgeiz haben, guten Fußball zu finanzieren.

Ehemalige Großklubs wie der Grazer Fußballklub GAK, der LASK Linz oder Austria Klagenfurt haben sich viele Jahre lang von der Politik alimentieren lassen und sind von der Bildfläche verschwunden. Und ja, das klingt wie eine böse Vorahnung von Rapids Zukunft.


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