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Früher war man so wie Rocky, heute macht man selber Gnocchi

Grundkurs Kochen (207)

Stadtleben | aus FALTER 29/13 vom 17.07.2013

Haben wir hier eigentlich schon mal Gnocchi gemacht? Also nicht Packung aufreißen, rein ins Kochwasser und fertig, sondern selbst gemacht? Haben wir nicht. Weil aber die kleinen Erdäpfelknödel aus dem sonnigen Italien ein prima Sommeressen sind (mit Paradeisern, Basilikum, Parmesan ...) und mit ein bisschen Konzentration beim zweiten Mal schon gelingen, gibt es diesmal Gnocchi.

Kurz zur Aussprache: Man sagt Njocki und nicht Knotschi; außer man will seinen besten Freund mit italienischen Wurzeln ärgern. Und so geht’s: Wir kochen ein Kilo mehlig kochende Erdäpfel, schälen sie noch heiß und drücken sie durch die Erdäpfelpresse in eine große Schüssel. Wer keine Presse hat, muss stampfen; das Ergebnis wird aber weniger fein. Erdäpfelbrei etwas salzen, ein Ei und so viel Mehl mit den Händen unterkneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern klebt. Mehr als 250 Gramm sollten nicht rein, lieber weniger. Wer will, würzt noch mit etwas geriebener Muskatnuss, das ist aber nicht der Italo-Style. Nun aus dem Teig portiönchenweise Würstchen mit ca. 2 cm Durchmesser wuzeln. Davon wieder 2 cm breite Stücke abschneiden und mit einer Gabel etwas plattdrücken; das bringt die typische Form. Wenn alle Gnocchi fertig sind, in kochendes Salzwasser geben, ein paar Minuten ziehen lassen und dann abgießen. Schnell in zerlassener Butter schwenken, Paradeiserwürfel und Reibekäse dazu, mmmmh! cw

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