Wo die Liebe hinfällt, und wer dabei umfällt

Der Film- und Fernsehmann David Schalko schreibt jetzt wieder und hat mit "Knoi" einen so bizarren wie poetischen Liebesroman geschrieben

Feuilleton | Buchbesprechung: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Also: Jakob liebt Rita, bis er sie nicht mehr liebt. Er trifft Jennifer und beginnt ein Verhältnis, nicht aus Liebe. Von Jennifer wissen wir es nicht, und bevor wir es erfahren, passiert dieser Unfall. Jennifer wird nie wieder gehen können, und Jakob bleibt, weil ihn die Schuld dazu zwingt, und will einen Reiseführer für Rollstuhlfahrer schreiben."

Klappentextprosa ist ein glitschiges Terrain. Und jener zu David Schalkos neuem Roman "Knoi" liest sich, als wäre da jemand mit vollem Anlauf ausgerutscht: Die Figurenkonstellation könnte so ähnlich auch einer Nachmittags-Soap entspringen.

Also: Was ist da passiert? David Schalko hat einen Liebesroman geschrieben. Und obwohl der Klappentext ordentlich in die Hose gegangen ist, gelingt dem Autor der Tanz auf dem Vulkan namens Klischeezone über weite Strecken sehr gut. "Knoi" ist nämlich kein ironischer Trash-Roman, sondern bei aller Überdrehtheit ein sehr ernsthafter Versuch, vom Suchen und Finden der Liebe zu erzählen.

Wobei das natürlich


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