Kolumne

Wie der US-Präsident spät, aber klug über Rassismus sprach

Außenpolitik

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Insgeheim hat man den US-Amerikanern nicht zugetraut, dass sie einen Präsidenten mit dunkler Hautfarbe wählen würden. Sie haben es getan, mit großer Mehrheit. Und sie haben ihn wiedergewählt. Überschwänglich wurde vielfach schon das Ende des Rassismus ausgerufen. Fünf Jahre später ist es Barack Obama selbst, der ernüchtert feststellt: Zur postrassistischen Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg.

In hundert Städten wurde am Wochenende wieder gegen den Rassismus in der US-Gesellschaft demonstriert. Auslöser ist der Freispruch für einen Nachbarschaftswächter, der vor eineinhalb Jahren einen 17-Jährigen erschossen hat. Nach einem bekannten Muster: Der selbsternannte Hilfspolizist ist ein Weißer, in diesem Fall mit lateinamerikanischen Wurzeln, der Jugendliche war ein Schwarzer.

Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass der eine aus Notwehr geschossen hat, nachdem der andere ihn angegriffen hatte. Zu Recht sind die Demonstranten überzeugt, dass das Urteil umgekehrt gelautet

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