Eine Reise durch das verdüsterte Amerika

Der Historiker Geert Mak reiste auf John Steinbecks Spuren durch die USA und schrieb ein Buch über den moralischen Niedergang der Supermacht. Eine Begegnung mit dem Autor

Begegnung: Werner A. Perger | Politik | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Die schönen Tage sind vorüber, Europas Freundschaft mit den Amerikanern wird allmählich ungemütlich. Die Begeisterung für das Land, das uns die Nazis vom Hals geschafft und danach die Sowjets auf Distanz gehalten hat, hat nachgelassen. Geschichte, 20. Jahrhundert. Das Amerika des 21. Jahrhunderts ist nicht mehr die Befreiungsmacht von 1945. Die Gesellschaft, deren kulturelle und politische Ausstrahlung uns auf dem Weg in die demokratische Moderne geistig und sozial voranhalf, die uns mit einigen überlebensgroßen Figuren - von Abraham Lincoln über Franklin Delano Roosevelt bis zum Barack Obama des Jahres 2008 - ein paar Illusionen zum Thema bessere Welt mit auf den Weg gab, ist eine andere geworden.

Reagan, Neoliberalismus, G. W. Bush, Tea-Party-Extremismus und Nine-Eleven-Schock haben ganze Arbeit geleistet. Die deutlich weniger "schöne neue Welt" ist geprägt von superschneller Kommunikation, unbemannten Kampfflugkörpern, staatlichen Hackern und von den Antiterrorspezialisten

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