"Ich bin entsetzt"

Der ehemalige FPÖ-Justizminister Dieter Böhmdorfer ließ vor zehn Jahren den Jugendgerichtshof sperren. Wie kontert er die massive Kritik an seiner Reform und an den Zuständen im Jugendstrafvollzug?

Politik | Interview: Florian Klenk | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Dieter Böhmdorfer war ein umstrittener Politiker. Vor zehn Jahren protestierten Jugendrichter und Staatsanwälte gegen ihn, weil er den Jugendgerichtshof und das Jugendgefängnis in der Erdberger Rüdengasse sperren und die Jugendlichen in das für Erwachsene konzipierte Graue Haus verlegen ließ.

Die im Falter aufgedeckten Missstände im Jugendstrafvollzug seien damals prophezeit worden, so die Kritik. Vor allem der damalige Jugendgerichtspräsident Udo Jesionek attackierte Böhmdorfer scharf.

Was sagt Dieter Böhmdorfer dazu? Der Falter wollte mit dem ehemaligen Anwalt Jörg Haiders (er vertritt heute unter anderem Karl-Heinz Grasser gegen dessen Steuerberater) ein Gespräch über die Not im Jugendvollzug führen. Böhmdorfer, der "unsachlichen Journalismus" und "unsachliche Debatten" geißelt, war zu einer schriftlichen Beantwortung von Fragen bereit.

Der Falter dokumentiert eine gekürzte Fassung seiner teils sehr ausführlichen Stellungnahmen.

Falter: Herr Böhmdorfer, Jugendrichter und


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