TOUT VIENNE

Immer mehr Franzosen zieht es nach Wien - und sie bringen diese Lässigkeit mit, die uns so taugt. So wie die beiden Wirte des Le Troquet


Rencontre: Nathalie Grossschädl
Stadtleben | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Wir sind doch keine Nationalisten mit wedelnder Trikolore in der Hand", meint Alain Asso, 51. Gemeinsam mit Alexandre Federenko, 39, betreibt Asso das ausgesprochen angesagte Lokal Le Troquet in der Kirchengasse, und die beiden Herren halten nichts von einem inszenierten Fotoshooting, das auf "typisch französisch" macht. Sie wehren sich vehement gegen die Idee, mit Baskenmütze - le béret ist so etwas wie die französische Nationalkopfbedeckung - auf dem Kopf und Baguette unterm Arm fotografieren zu lassen. Immerhin spricht Asso mit schwerem Akzent und setzt jetzt noch eins drauf: "Im Le Troquet verkehren schließlich nicht nur Franzosen. Würden wir das wollen, dann wären wir in Frankreich geblieben."

Le Troquet - der Name bedeutet übersetzt so viel wie "das kleine Beisl". Vor zwei Jahren haben Asso und Federenko es in Wien-Neubau eröffnet, und wer dem Stimmengewirr dort lauscht, hört tatsächlich viel Französisch. Aber voilà: Tatsächlich seien "nur 20 Prozent" ihrer Gäste Franzosen,

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