Hugo non my mind

Mäßig, aber hart: über den respektvollen Umgang mit flüssigen Belebensmitteln

Stadtleben | Trinkbericht: Werner Meisinger | aus FALTER 30/13 vom 24.07.2013

Soeben hat mich der bitterherbe Wind der geschäftlichen Notwendigkeiten vom Westen des Golfstroms ans Nordgestade des Wienflusses geblasen. Im Speziellen von Basil's Bar, Mustique, an den Tresen des OnMarket, Südmariahilf. Nun ist mein Bedarf an Zuspruch und gemütserhellenden Medikamenten groß.

Im OnMarket trinken alle Hugo. Eine weiterführende Recherche ergab, dass in diesem Sommer alle in ganz Wien ausschließlich Hugo trinken. Das erschüttert meine Hoffnung auf die regulierende Kraft der Ästhetik, lässt mich den Glauben an die Selbstreflexionsfähigkeit der Menschen verlieren, vernichtet mein Vertrauen in die Wirkmächtigkeit der Evolution, macht mich traurig und betroffen.

U und O sitzen auf dem fetten G

Der ästhetische Grundeinwand: Was dem harmonischen Empfinden des feinsinnigen Menschen nicht genügt und sogar negative Assoziationen evoziert - umgangsprachlich "für den Hugo" ist Synonym für hochsprachlich "unbeträchtlichen Wertes" -, kann nicht gut sein.

Hugo ist zweifellos


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